Projektqualifizierung kommt voran: Sechs Projekte erhalten sog. B- und drei Projekte den sog. C-Status

Visualisierung Alte Bücherfabrik Ründeroth
Die Alte Bücherfabrik soll künftig ein Begegnungs- und Kommunikationsort für die Menschen werden und Gesundheitsdienstleistungen aus einer Hand anbieten. Visualisierung: SUPERGELB Architekten

Das Strukturprogramm REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand gewinnt an Kontur: Der Lenkungsausschuss der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand hat in seiner Sitzung am 25. November 2019 insgesamt neun Projekten im Rahmen ihrer Qualifizierung den sogenannten B- oder C-Status verliehen. Sechs Vorhaben erhielten vom Gremium den B-Status und machen einen wichtigen Schritt in Richtung Umsetzung. Drei weitere Projekte erreichten den C-Status und damit die Aufnahme in den Qualifizierungsprozess der REGIONALE 2025. Es befinden sich nunmehr insgesamt 30 Projekte in der aktiven Qualifizierung. Thematisch wurden Projekte gelabelt, die u.a. die Konversion und Transformation von Quartieren in den Blick nehmen, aber auch Projekte, die die Radpendler-Infrastruktur und damit die Verknüpfung des Bergischen RheinLands mit der Rheinschiene adressieren. 

Die REGIONALE 2025 qualifiziert bereits in diesem frühen Stadium Projektvorhaben, die sich konkret mit den spezifischen Herausforderungen des Bergischen RheinLands auseinandersetzen und den Raum gezielt weiterentwickeln. Sie sind erste Belege dafür, dass die REGIONALE 2025 ihre programmatische Ausrichtung auf die wesentlichen Zukunftsthemen des Projektraums fokussiert. Hierzu gehören die zentralen Handlungsfelder „Wohnen und Leben“, „Fluss- und Talsperrenlandschaft“ und „Ressourcenlandschaft“ sowie die Themenlinien „Gesundheit und Soziales“, „Bildung, Arbeit und Innovation“ und „Mobilität“.   

„Wir konnten diesmal gleich mehrere qualitativ hochwertige und vielversprechende Projekte mit dem B- und C-Status auszeichnen. Das zeigt, dass die Projektträger den Qualifizierungsprozess der REGIONALE 2025 annehmen und gemeinsam mit der REGIONALE 2025 Agentur und den Kreisen ihre Vorhaben vor Ort weiter schärfen. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass sich viele der ausgezeichneten Projekte mit dem Umbau und der Transformation im Bergischen RheinLand beschäftigen – einem Kernprinzip der REGIONALE 2025“, erläutert Jochen Hagt, Vorsitzender des Lenkungsausschusses der REGIONALE 2025.  

Die folgenden Projekte haben im Rahmen des Lenkungsausschusses den B- bzw. C-Status erlangt:

Altstadt Bergneustadt, Bergneustadt, B-Status
Die historische Altstadt von Bergneustadt mit ihren Fachwerk- und Schieferhäusern soll zu einem attraktiven Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität für BesucherInnen und BewohnerInnen entwickelt werden. Hierfür sollen im Zuge eines mehrjährigen Prozesses denkmalgeschützte Gebäude instandgehalten bzw. -gesetzt, Grünflächen gestaltet und Treffpunkte etabliert werden. Begleitet werden soll der Prozess von Beratungs- und Kommunikationsmaßnahmen.   

Stadt Blankenberg, Hennef, B-Status
In Stadt Blankenberg stellt sich die Frage, wie die Bedarfe der BewohnerInnen und der BesucherInnen in Einklang gebracht werden können. Antworten darauf wurden im Rahmen eines partizipativen Planungsprozesses gegeben. Kernmaßnahme des Gesamtkonzeptes soll der Bau eines Kultur- und Heimathauses (KHH) sein, das sowohl Angebote für die Vereine vor Ort als auch für BesucherInnen vorhält und diese durch ein neues Wegekonzept gelenkt werden. Weitere Projektbausteine sind die städtebauliche Verknüpfung des KHH mit der Altstadt mit einer Brücke und die Anlage eines Panoramarundweges.

Konversion Alte Bücherfabrik Ründeroth, Engelskirchen-Ründeroth, B-Status
Im Rahmen des Projekts soll das alte Industrieareal der Geschäftsbücherfabrik Jäger in ein Gesundheits- und Bürgerzentrum umgewandelt werden. Ziel ist es, einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Ortsmitte von Ründeroth zu leisten und einen innovativen Ansatz eines Gesundheitszentrums umzusetzen, in dem bislang dezentral in Engelskirchen und Umgebung organisierte Gesundheitsangebote an einem Ort zusammengeführt und um gesundheitsorientierte Dienstleistungen ergänzt werden.

Haus der Kultur(en), Burscheid, B-Status
In der Stadt Burscheid soll das bestehende „Haus der Kunst“ zu einem „Haus der Kultur(en)“ umgebaut und erweitert werden. Es soll eine multifunktionale und interkulturelle Begegnungsstätte entstehen, in der vielfältige Veranstaltungen von lokalen und regionalen Akteuren stattfinden sollen. Ein neuer Trägerverein und eine interkommunal mit der Stadt Wermelskirchen eingerichtete Stelle für Kulturmanagement sind Bestandteile des Projekts.

Campus Nümbrecht, Nümbrecht, B-Status
Das Projekt sieht die Weiterentwicklung des existierenden Schulstandortes zu einem innovativen Lern- und Kommunikationsort vor, der zur Stärkung des Ortszentrums beitragen soll. Durch die Ausbildung einer „Neuen Mitte“ soll der Campus allen lokalen und regionalen Akteuren zur Nutzung offenstehen. Weiterhin sollen neue Formen der Schülermobilität erprobt und umgesetzt werden.

RadPendlerRouten im Rechtsrheinischen, Bergisch Gladbach und Rösrath, B-Status
Die Verbindung zwischen dem Bergischen RheinLand und Köln soll anhand von Radpendlerrouten verbessert werden. Mit den Achsen Bergisch Gladbach- Köln und Lohmar/ Rösrath- Köln und ihrer Verknüpfung mit ÖPNV-Haltepunkten soll ein Angebot geschaffen werden, das insbesondere BerufspendlerInnen bewegen soll, auf das Fahrrad als Verkehrsmittel umzusteigen.

Mobilhof GL, Bergisch Gladbach, C-Status
Geplant ist die Einrichtung eines emissionsfreien Betriebshofs für einen umweltfreundlichen und attraktiven ÖPNV. Dabei soll die Betankung von Bussen mit Wasserstoff und Bio-Erdgas ermöglicht werden. Die Linien sollen zwischen den ländlicheren Bereichen des Rheinisch-Bergischen Kreises und Oberbergischen Kreis und der Rheinschiene verkehren.

Munitionsdepot Reichshof, Reichshof, C-Status
Das Projekt verfolgt die ökologische Aufwertung des ehemaligen Luftwaffenmunitionsdepots in Reichshof-Wildberghütte. Damit soll dieser Standort des „Kalten Kriegs“ zurückgebaut und die Flächen an die Natur überführt werden. Perspektivisch kann aus vergleichbaren Standorten im Bergischen RheinLand eine eigene „Projektfamilie“ entstehen.

Gesamtperspektive Erlebnis Bröltal, Rhein-Sieg-Kreis, C-Status
Das Bröltal im südlichen Bergischen RheinLand soll mit dem Projekt behutsam als Erholungsraum erschlossen werden. Ziel des Projektes ist der systematische Ausbau des Radwegenetzes im Projektgebiet Bröltal und dessen regionale Verknüpfung sowohl für den alltäglichen Radverkehr als auch für eine touristische Inwertsetzung. Entlang der ehemaligen Bröltalbahntrasse sollen unterschiedliche Standorte als Anlaufstellen und zur Vermittlung des Kulturlandschaftsraums gestaltet werden. 

Mehr Informationen zur Projektqualifizierung und den Projekten auf:
www.regionale2025.de/projekte/projektuebersicht/

Weitere Informationen zu den Handlungsfeldern und der REGIONALE-Programmatik auf: https://www.regionale2025.de/leitidee-handlungsfelder/




Haus der Kultur(en)
Das geplante „Haus der Kultur(en)“ soll eine interkulturelle Begegnungsstätte werden und die Ortsmitte in Burscheid beleben. Visualisierung: ARCHWERK, Professor Wolfgang Krenz
Stadt Blankenberg Visualisierung
Visualisierung des multifunktionalen Kultur- und Heimathauses. Visualisierung: Dietrich Untertrifaller Architekten GmbH

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