Bewerbungsprozess

Unter Federführung des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung im Juni 2016 den Regionen des Landes die Möglichkeit gegeben, sich an der öffentlichen Ausschreibung für die REGIONALEN 2022 und 2025 zu beteiligen.


Der Rheinisch-Bergische Kreis, der Oberbergische Kreis und der Rhein-Sieg-Kreis mit Unterstützung der 28 beteiligten Kommunen haben daraufhin ihr großes Interesse an einer gemeinsamen Bewerbung als Projektregion „Das Bergische Rheinland“ bekundet im Sinne einer beschleunigten Beantwortung drängender Zukunftsfragen und Umsetzung zukunftsgewandter Entwicklungen. Die Landräte und Bürgermeister haben sich dabei einhellig und in interkommunalem Schulterschluss für eine Bewerbung ausgesprochen und den Arbeitsprozess gemeinsam vorangetrieben.

© Post • Welters, Architekten und Stadtplaner GmbH

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Zur Koordinierung des Prozesses haben sich federführend die drei Kreise mit dem Region Köln/Bonn e.V. zu einem Lenkungskreis zusammengeschlossen. Darüber hinaus wurde ein externes Büro – Dr. Wackerl Büro für Stadtplanung und strategische Projektentwicklung in Arbeitsgemeinschaft mit Norbert Post*Hartmut Welters*Architekten & Stadtplaner GmbH – mit der Bearbeitung der Bewerbung beauftragt. Mit der detaillierten Ausarbeitung der Bewerbung wurde im September 2016 begonnen. Der Lenkungskreis erarbeitete in regelmäßigen Treffen das vorliegende Konzept. Im Laufe des Prozesses wurden viele weitere Akteure in der Region beteiligt und haben aktiv zum Konzept beigetragen:

Zentraler Baustein des Bewerbungsprozesses waren dabei zwei große regionale Veranstaltungen. Dazu wurden Vertreter aus Kommunen und Kreisen (Politik und Verwaltung) und den LEADER- bzw. VITAL.NRW-Regionen eingeladen. Zudem nahmen Verbände aus den Bereichen Landschaft, Wasser, Naturschutz, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft, Verkehr, Abfallwirtschaft, Industrie, Handel, Handwerk usw. teil. Auch Vertreter von Banken und Sparkassen, Energieversorgern und Verkehrsunternehmen waren eingebunden.

© Post • Welters, Architekten und Stadtplaner GmbH

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So hat am 6. Oktober 2016 auf :metabolon in Lindlar/Oberbergischer Kreis eine Informationsveranstaltung mit über 100 teilnehmenden Personen stattgefunden, in deren Verlauf über den inhaltlichen Rahmen der Bewerbung informiert und diskutiert wurde. Die dort vorgestellten Grundlagen wurden in einer Folgeveranstaltung am 26. Oktober 2016 auf Schloss Eulenbroich in Rösrath/Rheinisch-Bergischer Kreis intensiv wiederaufgenommen. Die Arbeitskonferenz beinhaltete nicht nur einen aktuellen Sachstandsbericht, sondern legte einen Schwerpunkt auf die gemeinsame inhaltliche Diskussion und Bearbeitung der Bewerbung. Die fünf zentralen Handlungsfelder wurden dazu gemeinsam mit Kommunen, Kammern, Verbände, Aufgabenträger und weiteren Akteure der Region – abermals über 100 anwesende Personen – in Workshops reflektiert.

Auf beiden Veranstaltungen, zur Bewerbungserarbeitung die von zahlreichen Einzelgesprächen mit Akteuren flankiert waren, waren Interesse und Beteiligung groß. Die Äußerungen von verschiedenen Akteuren aus der Region zeigten deutlich, dass eine breite Unterstützung und eine große Bereitschaft zum Engagement in einer REGIONALE 2022/2025 bestehen. Das klare Fazit: »Wir wollen und brauchen die REGIONALE 2022/2025!«.

Im November und Dezember schließlich wurde in den Fachausschuss- und Kreistagssitzungen der drei Kreise über die REGIONALE-Bewerbung die Einreichung der Bewerbung „Das Bergische Rheinland“ jeweils Fraktionen übergreifend und einstimmig beschlossen.

Aufgrund der kurzen Zeitspanne bis Bewerbungsfrist werden die Beschlüsse der Kommunalpolitik im ersten Sitzungsturnus 2017 gefasst.